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Philippe Hernaut und sein Team: die treibende Kraft hinter QUAARD und QUEND

News  -  26 Jun 2025

At NLMK Clabecq sind Qualität und Innovation niemals Zufall. Sie sind das Ergebnis kollektiven Engagements. Hinter jeder Entwicklung stehen Menschen, die mit Entschlossenheit und Sorgfalt zusammenarbeiten. Einer von ihnen, Philippe Hernaut, Leiter Qualität & Produktionsentwicklung, spielt dabei eine Schlüsselrolle. Als methodischer Ingenieur und aufmerksamer Beobachter ist Philippe vor allem ein Teamleiter, der gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen maßgeblich dazu beigetragen hat, die QUARD- und QUEND-Bleche zu den hochleistungsfähigen Stählen zu formen, denen heute vertraut wird.

Im Herzen der Industrialisierung

Philippe kam 1998 zu Clabecq und sagt oft: „Es fühlt sich an, als hätte ich hier mehrere Karrieren gehabt.“ Durch all diese Phasen hinweg blieb eines konstant: sein Glaube an Struktur und Teamarbeit. Im Laufe der Jahre hat er Methoden und Struktur in die Entwicklungsprozesse eingebracht und sie robuster sowie kundenorientierter gemacht. Die Industrialisierung von QUARD und QUEND wurde professionalisiert: klare Meilensteine, Freigabephasen und eine strikte Prozesslogik wurden eingeführt und bilden die Grundlage für verlässliche Kundenversprechen. Was geliefert wird, entspricht dem, was qualifiziert, getestet und über die gesamte Kette verstanden wurde. Dieser strukturierte Ansatz, gemeinsam entwickelt, stellt sicher, dass das, was geliefert wird, auch tatsächlich getestet, verstanden und über die gesamte Produktions- und Qualitätskette freigegeben wurde. Es ist nicht nur Ingenieurwesen. Es ist verlässliches Einhalten von Versprechen.

QUARD und QUEND erfolgreich machen

Philippes Arbeit war zentral für das Wachstum und die Reputation von QUARD und QUEND. Die Entwicklung dieser Marken war von Anfang an klar Teamarbeit. Bei QUARD bestand die Herausforderung darin, die Verschleißfestigkeit zu erhöhen, ohne die Verarbeitbarkeit zu beeinträchtigen. Dieses Ziel wurde durch die Entwicklung von QUARD PRO erreicht. Bei QUEND wurde die 1300-MPa-Güte durch enge Zusammenarbeit zwischen Metallurgie- und Prozessteams realisiert, die einen stabilen industriellen Prozess entwickelten und validierten.
Die Definition von Produkteigenschaften wie Zähigkeit, Biegbarkeit, Schlagfestigkeit oder Schneidverhalten erfordert Abstimmung über mehrere Disziplinen hinweg. Philippe arbeitete konsequent mit Verfahrensingenieuren, Labortechnikern, Produktionsexperten und dem Vertrieb zusammen, um das richtige Gleichgewicht für den Endanwender zu finden.

Stahl in Leistung verwandeln – vom Rohstahl bis zum Endanwender

Philippe und sein Team arbeiten nicht hinter verschlossenen Türen. Sie sind in der Produktion, prüfen Versuche, analysieren Daten und validieren direkt an den Anlagen. Sie sind auch im Feld unterwegs, besuchen Kunden und verstehen, wie sich die Stähle in realen Anwendungen verhalten – ob in Baggerlöffeln, Muldenkippern oder Kranauslegern. „Man kann nicht verstehen, womit sie konfrontiert sind, wenn man hinter einem Schreibtisch sitzt. Man muss es im Feld sehen. Dort nehme ich mir Zeit, Fragen zu stellen und zu beobachten.“

Philippe hat auch enge Beziehungen zu Brammenherstellern aufgebaut und ist zur zentralen Ansprechperson für Qualitätsverbesserungen bei vorgelagerten Lieferanten geworden.
Als Metallurgie-Enthusiast hat die Präzision seiner Anforderungen sie oft dazu gebracht, Innovationen voranzutreiben – zum Vorteil sowohl von Clabecq als auch letztlich ihrer Kunden.

Dieser Ansatz hat ihm viele Erkenntnisse gebracht, die zu bedeutenden Fortschritten geführt haben: besseres Schneidverhalten, optimierte Abschreckrezepte, engere Toleranzen.

Philippe

Philippe Hernaut
bei der Inspektion des Brammenlagers.

InThinity: die entscheidende Phase der Produktvalidierung

InThinity, das Angebot von NLMK Clabecq für extrem enge Dickentoleranzen, stellt eine der fortschrittlichsten Prozessleistungen des Werks dar. Auch wenn Philippe das Investitionsprojekt des Fertigwalzwerks nicht geleitet hat, spielten er und sein Team eine Schlüsselrolle bei der technischen Validierung des Konzepts.
Ihre methodischen Prüfungen über verschiedene Kampagnen hinweg bestätigten die langfristige Stabilität und definierten die Betriebssicherheitsmargen. Es war eine teamgetriebene Arbeit, basierend auf Daten, Strenge und praktischer Validierung. Heute ist InThinity Standard für alle Bleche unter 15 mm – ein Meilenstein, möglich gemacht durch gemeinsames Engagement und technische Disziplin.

Ein grünes Kapitel zu schreiben

Die nächste Herausforderung für Philippe und seine Kollegen? Die Anpassung der Produktionsrouten an Stahl aus dem Elektrolichtbogenofen. Dies umfasst intensive Arbeiten zur Schrottzusammensetzung und zu Begleitelementen, während das Team die Grundlage für nachhaltigere, aber ebenso robuste Lösungen legt.
„Die Entwicklung von QUARD und QUEND war wie der Bau einer Mauer, Stein für Stein“, sagt Philippe. „Unsere nächste Mission? Grüne Steine verwenden. Und genauso solide bauen.“

Respekt und Engagement

Was Philippe besonders auszeichnet – neben seinem Humor – ist die tiefe Professionalität, die aus seiner Bescheidenheit spricht. Er behauptet nie, es besser zu wissen. Und man hört ihn oft sagen: „Wir lernen mit dem Kunden. Wir lernen mit den Teams.“ Er glaubt an kollektive Intelligenz und transparente Rückmeldungen. Kein Wunder, dass Kolleginnen, Kollegen und das Management seine Meinung suchen.
Durch jede Phase hinweg – von der Materialqualifizierung bis zur Industrialisierung, von Kundentests bis zur vorgelagerten Qualitätsarbeit – war sein Beitrag entscheidend. Mit Methode und Bescheidenheit hat er das Vertrauen gestärkt, das Kunden und Kollegen in unseren Stahl setzen.

Bei NLMK Clabecq hat diese Art von Beitrag einen Namen: Engagement. Von dem wir alle profitieren.